Stallklima-Reinigung der Luft

 

Die Belastung der Stall-Luft mit insbesondere Sporen von Pilzen und Bakterien ist um den Faktor 1000 erhöht. Diese Partikel werden auf Grund Ihrer Größe (2,5mikrometer) nicht vom Bronchialsystem abgefangen, sondern sind alveolargängig. Einmal aufgewirbelt  "verharren" diese und andere "airborne-particles", die keiner oder kaum einer Schwerkraftabsenkung unterliegen, in der Luft und gefährden uns und auch die cobd-ler:

Quelle:"Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)"

 

Siehe hierzu ergänzend bitte:

 

Broschüre Staub  der SVLFG*

 

Auch kann ein Bestand an Rötelmäusen durchaus Kot ausscheiden, der Hantaviren in den Stall einbringt.

 

Lösungsansätze

Dem zu begegnen ist Sache zugfreier Lüftung bzw. Ausleitung oder Filterung/Reinigung der Umgebungsluft im Stall.

 

1. Ausleitung

Eine End-of-pipe-Lösung, ist für kleine Bestände mit Offenstallbetrieb durchaus zu realisieren. Wenn Fütterung außerhalb des Stallgebäudes erfolgt, geht es in erster Linie darum die Stäube, welche bei der Portionierung freigesetzt werden, von sich und aus dem Stallgebäude abzuleiten:

Wir befinden uns hier im Stallgebäude in einer hierfür errichteten Kabine, deren Maße an Breite und Höhe eines Rundballens, den es ja zu portionieren gilt, angepaßt wurden. Die ganze Konstruktion liegt auf 3 Tragbalken und ist luftunterspült, damit keine aufsteigende Bodenfeuchtigkeit Probleme macht. Boden und Wände wurden mit OSB-Platten ausgeführt, Decke mit Holzpaneelen. Die vorderseitige Trennung erfolgt mit PVC-Streifenvorhang im Lamellenbreite 30cm güt überlappend montiert.

 

 

Als kostengünstiges Gebläse bietet es sich an, einen Autoverwerter aufzusuchen. Hier der Ventilator eines Golf für Schmales.

Stromversorgung über ein zwischengeschaltetes Trafo mit Ausgang DC 12 Volt 150 Watt

Natürlich mit Abdeckung, damit der Ballen nicht gegen den Ventilator geschoben werden kann.

 

Das eingesetzte PC-Netzteil (alternativ Servernetzteil) ist nicht feuchtraumtauglich, deswegen hier in mobiler Variante. Nur zum Betrieb angeschlossen und im Stall.

 

 

Um die Gefahr einer Staubexplosion bzw. das Aufheizen aufgewirbelter Stäube zu vermeiden, dient als Lichtquelle ein LED-Band, betrieben über LED-Trafo. Die Geräteleistung ist so hoch, dass es zu keiner nennenswerten Erwärmung kommt.

 

Wird in Boxenhaltung gefüttert, verdünnt ein Gebläse natürlich auch dort die Konzentration an Schwebstoffen, dies zugfrei umzusetzen, dürfte schwierig sein. Daraus:

 

2. Luftreinigung

Alternativ könnte auch ein sog. Luftwäscher helfen. Allerdings filtern die handelsüblichen Geräte nur Partikel >10 Mikrometern über ein Wasserbad. Um diese Effizienz zu steigern, könnte man Ionisierung zur Clusterbildung, gleich Partikelvergrößerung vorschalten. Parallel wäre zu überlegen, ob ein "Vorhang", der bespült wird, den Luftstrom besser filtern kann. Dessen Ausführung wäre denkbar in Einzelstreifen in der Form von "Pfeifenstopfern" mit vielen querverlaufenden Fasern um dessen Oberfläche maximal zu vergrößern.

 

Alternativ wäre es denkbar, UV-Bestrahlung zur Keimabtötung, Säurebad zur Zerlegung der Keime in Ihre Bestandteile oder Wärmeplatten einzusetzen, welche den Luftstrom auf > 80°C erhöhen......wir grübeln mal ein wenig!!!

 

In Anbetracht der Kontamination von z.B. Klassenzimmern mit SARS-CoV-2 - siehe hierzu bitte auch:

 

https://www.helge-bernotat.de/covid-19/

 

-führen wir das mal zusammen:

 

 

Die belastete Luft muss angesogen werden und dabei ein Luftstrom im Raum erzeugt werden, der auch die Ecken und Randbereiche der Räume mit erfaßt.

Daraus:

Säule mit 120-150cm Höhe, deren Lufteinlass oben aus zwei Kreisscheiben besteht mit Abstand von 1cm zueinander und einer Öffnung der unteren Scheibe, in die unsere Säule ragt.

Am Boden werden vier Bohrungen gesetzt, in denen Schläuche montiert werden, die von der Säule weg in die Randbereiche/Ecken des Raumes geführt werden. Dort können die Enden bei Bedarf über einen Wasserfilm geführt werden, um die Raumluft nicht auszutrocknen.

 

In den unteren Bereich der Säule setzen wir einen Rohreinschubventilator, dessen Drehzahl über Dimmer bzw. Potentiometer der Raumgröße angepaßt werden kann.

 

Es verbleiben gut 90-120cm freier Raum innerhalb der Säule, der mit passenden Modulen ausgestattet werden kann, die die Proteinanteile der pathogenen Keime (Schlüsselfunktion) so weit denaturieren, dass eine Infektion ausgeschlossen ist.

Ein UV-C-Strahler wäre wohl die beste Lösung, aber dessen Strahlung ist für Menschen hoch gefährlich. Daraus  gehen wir erstmal zu den anderen Möglichkeiten über und machen uns Gedanken über eine Heizwendel, ähnlich der, wie sie im Heißluftfön des Dachdeckers eingesetzt sind. Die gesamte Luft, welche die Säule durchströmt auf 85°C aufzuheizen, wäre zwar realisierbar, allerdings generierten wir dann eine energiefressende Umluftheizung. Daraus gilt es zu prüfen, inwieweit elektrische Aufladung der Aerosole eine Steuerung dieser im Luftstrom ermöglichen könnte. Parallel bleibt zu prüfen, inwieweit Ionissatoren (Ozon!) einbezogen werden könnten. Spannend

Wer hier mitdenken oder mittun möchte: Grundlagen sind VDI 6022 und DIN EN 13779 m.w.N.

Zur Verdeutlichung:

Es gilt Partikel im Mantel aus Flüssigkeit mit Eigengröße von 120nm ( ca. 8300 Viren aneinandergereit ergäben die Strecke von 1mm) anzusaugen, im Luftstrom abzuzweigen zu entkleiden und deren Proteinstruktur zuverlässig zu denaturieren. Coulomb`sche Kräfte können luftgetragene Partikel zu geladenen Oberflächen ziehen. Allerdings wären wir hier im Bereich von 10.000Volt. Meine Güte, was´n Sch.... Mal weiter grübeln.

 

Gesund bleiben!